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16. LICHTSTRAHL AUS DER MENSCHENWEIHEHANDLUNG
TRINITATIS 1.8.26 DREI STUFEN ZUM ALTAR Liebe Freunde! Wenn die sieben Kerzen am Altar entzündet sind, wenn der Kelch in den Weiheraum getragen ist und Priester und Ministranten vor dem Altar stehen, sprechen wir die Worte: Lasset uns die Menschenweihehandlung WÜRDIG vollbringen….. Wie können wir uns als Menschen überhaupt auf ein würdevolles Vollbringen einlassen. Zum einen indem wir wissen: Was sich jetzt vor unseren Sinnen in der nächsten Stunde ereignet ist eine OFFENBARUNG. Was wir in unseren Herzen wecken und pflegen wollen sind VEREHRUNG und ANDACHT. Und dann gehen wir innerlich mit dem Zelebranten und dem Kelch die drei Stufen zum Altar empor. Wir müssen unser Denken, Fühlen und Wollen erheben, unsere Seelenqualitäten dreifach bewusst ergreifen. Und so erheben wir mit jeder Stufe eine dieser Qualitäten in einer würdevollen Weise dem Altargeschehen entgegen: Das Wollen wird konkrete Tat im Leben und bleibt nicht totes Vorhaben. Das Fühlen wird von Herzwärme durchströmt und bleibt nicht kalt und unberührt. Das Denken vereint sich mit dem Licht und steiget auf aus der Finsternis der rein materiellen Welt. So kann die Menschenweihehandlung würdig vollbracht werden. Christine Voigts.
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15. LICHTSTRAHL AUS DER MENSCHENWEIHEHANDLUNG Johanni 19.7.26
DREI KREUZE Sieben mal bekreuzigen sich Menschen in einer Menschenweihehandlung mit der rechten Hand an Stirn, Kinn und Brust – Kopf, Herz und Hand – Denken, Fühlen, Wollen. Sie tun das immer, wenn ein neuer Raum geöffnet wird, ein weiterer Schritt sich vollziehen möchte. Es ist, als ob sie drei Tore öffnen, um in diesen nächsten Raum eintreten zu können. Sie tun es selber, an sich selber, sie tun es freiwillig und sie tun es hoffentlich nicht aus einer weitgehend unbewussten traditionellen Geste der Gottesehrfurcht, sondern bewusst aus einem inneren Entschluss heraus – jedesmal! Wenn ein Kind getauft wird, bevor es 14 Jahre alt wird und die Schwelle in die Pubertät und die Erdenreife überschreitet, wird es an genau diesen drei Stellen mit geweihten Substanzen berührt. Von einem Priester, in einem Sakrament. Da werden auch drei Tore geöffnet. Drei Tore, durch die der Christus in der Entwicklung des Kindes wirken kann, weil sie dafür geöffnet worden sind. Anschliessend werden dann drei grosse Kreuze durch den taufenden Priester über das ganze Kind gezogen. Selbstverständlich ist auch da Bewusstsein angesagt, aber nicht das Bewusstsein des Kindes selber, sondern das der Paten und der Eltern. Und sie halten diese Tore, wenn sie ihre Aufgabe richtig verstehen, offen für das Christuswirken – in der Entwicklung der Gedankenkräfte, der Herzkräfte und der Willenskräfte dieses Kindes. In dem Sakrament der Konfirmation ist dann der grosse Moment, wo das Kind anfängt, selber die Verantwortung zu übernehmen, diese Tore dem Christus zugänglich zu halten. In der Konfirmation tut es das noch mit allen anderen zusammen und mit grosser Ehrfurcht. Inwieweit es das ein Leben lang weiter tut, liegt ganz in seiner individuellen Entwicklung und Freiheit. ICH BIN DIE TÜR So spricht der Christus in einem der sieben ICH-BIN-WORTE. Wenn Menschen sieben mal in einer Menschenweihehandlung frei und in Gemeinschaft diese drei Kreuze in ihren Gewohnheits- oder Lebensleib einzeichnen, sind das gewaltige Tore durch die der Christus eintreten kann in den Menschen, und aus denen er hinausleuchten kann in die ganze Welt. Christine Voigts 14. LICHTSTRAHL aus der MENSCHENWEIHEHANDLUNG
JOHANNI 5.7.26 FREIE ENTSCHLÜSSE LEUCHTEN IN DER WELT Auf den Altären der Christengemeinschaft stehen sieben Kerzen. Sie werden in einer ganz bestimmten Reihenfolge angezündet durch einen Ministranten und signalisieren damit der geistigen Welt, dass wir bereit sind, sie zu empfangen. Die Kerzen stehen an einer ganz bestimmten Stelle, die mittlere erhöhte Kerze ist oft wie eine Fortsetzung der senkrechten Kreuzesachse. Wenn sie entzündet wird, brennt eine Flamme zu Füssen des Kreuzes – eine Opferflamme. Was hat es mit dieser mittleren Kerze noch auf sich? Sie ist nicht nur dem Opfer verbunden, sie ist auch wie ein Bild – der Moment der Begegnung von Vergangenheit und Zukunft. Immer wenn sie sich begegnen, ist das der Moment, wo alles offen ist, denn in diesem Moment werden die Weichen gestellt für das, was kommt. Ein ganz freier Moment. Ein sehr besonderer Moment – deswegen steht diese Kerze erhöht. Wenn ein Mensch sich entschliesst, Mitglied einer Gemeinde in der Christengemeinschaft zu werden, ist das ein solcher herausragender Moment. Es gibt eine Vergangenheit und es wird eine Zukunft geben, für den betreffenden Menschen und für das Gemeindeleben. Die Entscheidung zu einer Mitgliedschaft prägt die Zukunft durch Licht. Dieser Entschluss ist wie ein Opfer, denn Rechte hat man dadurch keine. Dieser Entschluss ist ganz frei, denn es gibt keine zwingenden Bedingungen. Dieser Entschluss leuchtet wie die erhöhte mittlere Kerze in dem Leben einer Gemeinde. Christine Voigts 13. LICHTSTRAHL AUS DER MENSCHENWEIHEHANDLUNG JOHANNI 2026
MENSCHHEIT UND ICH-MENSCH (8 RHOMBEN ZU JOHANNI AUF DER CASULA) Zu Johanni erscheint die Casula auf der Rückseite besonders gestaltet. Anstatt des grossen U erscheinen 8 gleichmässige Rhomben. Sie sind golden und in einer bestimmten Anordnung verteilt. Es ist kein Bild für den grossen Fluss, der aus der geistigen Welt in die Erdenwelt strömt und wieder umkehrt und zurückströmt. Das ist zu allen anderen Zeiten im Jahr auf der Casula abgebildet. Zu Johanni erscheinen diese 8 voneinander getrennten diamantenen Formen. Sie sind nicht miteinander verbunden durch eine fliessende Linie, sondern sie erscheinen wie 8 unabhängige Impulse, Formen, Räume. Diese 8 Formen sind geheimnisvoll mit einem bedeutenden Teil der Menschenweihehandlung verbunden. Im Ganzen gesehen ist sie ja eben ein einziger Fluss von geistigem Leben in das irdische Sein und ein Sich- Wieder-Emporheben zu dem Geiste. Sie wird aber auch 8 mal unterbrochen durch einen Segen, der wie ein Einschlag, eine Impulsgebung wirkt. Diese Einschläge sind jedesmal wie eine Taufe des Menschen. Jedesmal zieht dabei etwas in ihn ein, wie bei der Taufe im Jordan etwas in den Jesusmenschen einzog. Der Christusgeist zieht jedesmal dabei in ihn ein. Die Worte, die dazu gesprochen werden, heissen: CHRISTUS IN EUCH Das ist die Taufe des einzelnen Menschen mit dem Christusgeist. Sie ereignet sich 8 mal, immer am Ende einer weiteren Station auf dem Weg durch die Handlung. Die Johanni Kasula macht das unmissverständlich offenbar. Das U ist das Bild für die Menschheit als Ganzes, die Rhomben sind der Hinweis auf den einzelnen, den Ich-Menschen. Beides wird in der Menschenweihehandlung offenbar. Christine Voigts. In der Menschenweihehandlung geht es durchgehend um Nehmen und Geben. In ihrem Verlauf wird ein ständiger Wechsel zwischen diesen beiden Grundsäulen unseres menschlichen Miteinanders offenbar. Wir können aber nur aus einer heraus Fülle geben, nicht aus einer eigenen Bedürftigkeit, Müdigkeit oder Leere heraus. Aus einer Fülle heraus aber können und dürfen wir geben, dürfen das Leben strömen lassen. Diese Fülle wird in der Menschenweihehandlung immer neu geschaffen. Der Christus waltet als das Geist Wort durch die Welt. Er schafft in allem, was wir schaffen. So heisst es in der trinitarischen Epistel. Wir können uns zu einem Gefäss machen, das dieses Geist Wort empfängt und es dann Leben spendend in die Welt strömen lässt. Das wird ausgesprochen in den einleitenden Worten zu der Evangelien Lesung. Das Evangelium ist das schaffende Geist Wort, es ist das schaffende Leben in uns. Das dürfen wir empfangen und nehmen, und dann in die Welt strömen lassen. Und so heisst es am Anfang der Evangelien Lesung: Mein Herz erfülle sich mit deinem reinen Leben, o Christus. Meinen Lippen lasse Du entströmen das durch Dich gereinigte Wort Christine Voigts
In the temple in Jerusalem there was a curtain in front of the Sanctuary.
That curtain tore, in the hour Jesus Christ was crucified on Mount Golgatha. The Sanctuary was torn open and that created an enormous shock and fear amongst the Jews on that day. Their belief had always been, that in the Sanctuary God himself was living and that no one was allowed to see him, because that would bring immediate death to that person. It was also believed, that in the Sanctuary the stones with the 10 commandments, which Moses brought down from Mount Sinai, were kept in the Ark of the Covenant. So no human being was allowed to enter that space. There was however one exception: the High Priest once a year on a very high festive day was called to enter into the Sanctuary to worship. During the Act of Consecration we are reminded of and connected to the great awe and reverence, that prevailed at that threshold, which then tore open on the day of crucifiction. We are made aware of that threshold, when the altar is censed on all sides after the offering. It is as if high invisible angelic beings are called in to create a veil of protection and shelter around the altar to make the next step possible. It awakens the holy moment, when the High Priest in the temple of Jerusalem entered into its Sanctuary and had an encounter with the countenance of God himself. It is a very crucial moment which asks for our raised awareness. Therefore it is called the SILENT sensing – nothing should distract our attention of what is happening invisibly to our observation at that moment. Christine Voigts 10. LICHTSTRAHL AUS DER MENSCHENWEIHEHANDLUNG 24.5.26
PFINGSTEN DIE FLAMMEN STRAHLEN HIMMELWÄRTS Eine Menschenweihehandlung ist eine vollkommen freie Tat. Sie ist frei und aus grosser Liebe zu den Erdenmenschen von dem Christus gestiftet worden. Sie wird frei und aus Dankbarkeit von Ich-Menschen angenommen und mit vollzogen. Jegliche Form von Erwartung, Druck, Dogma oder Verpflichtung hat in der Weihehandlung keinen Raum. Sie ist eine vollkommen freie Tat. Nicht frei dagegen ist das Wort, das dort gesprochen wird. Das Wort urständet in der Freiheit des Christus, ist aber nicht der Freiheit des Menschen zugänglich. Darinnen, wie Er zu uns Menschen und mit uns Menschen gemeinsam spricht, oder wie Er uns zu sich sprechen lässt ist der Christus ganz frei. Er lässt uns ganz frei in dem was und wie wir hören, aber seine Worte sind wie sie sind – unverbrüchlich und unabänderbar. Unsere Freiheit besteht da lediglich in der Entscheidung, dieses Wort hören zu wollen oder nicht. Nur einmal werden dort freie Worte von Menschen gesprochen. Das ist, wenn der Priester sein Barett aufsetzt, wenn er eine Predigt hält. Das ist immer das Zeichen, dass Menschenworte erklingen. Ansonsten sind alle Worte in allen Sakramenten Christusworte und die sind der Freiheit des Menschen unzugänglich. Und doch ist von dem gemeinsam vollzogenen Opfer die Sprache. Wir sind es nicht gewohnt, mit dem Opfer Freiheit zu verbinden. Aber selbst da bleibt die Menschenweihehandlung ein freie Tat. Nur wenn auch das Opfer ganz frei gebracht wird, kann ein pfingstliches Feuer entbrennen, die Flammen dieses Feuers können himmelwärts streben und aus diesem Feuer kann die reine Liebe entstehen, aus der Wandlung sich vollziehen kann. Der letzte Satz am Ende der Opferung soll uns heute durch die Menschenweihehandlung begleiten: IN DEM OPFER ENTSTEHE DAS FEUER DER WESENSCHAFFENDEN LIEBE. Christine Voigts. SEVEN CANDLES AND THE MIDDLE CANDLEWhat we can see in the sense-world during the Act of Consecration always reveals the supersensible.
Seven candles have to be lit. Then the ACT of Consecration of Man can embark on its path. Seven candles are extinguished after an hour and the ACT of Consecration of Man is fulfilled. What reveals itself in the seven burning candles on the altar? The reality of seven days of the week, seven aeons of development, seven basic cycles of time in a human lifespan, seven planets – and much more. Today the middle candle can be our common focus. It is higher than the others, it is in the centre of the altar, it is mostly under the cross of the altar picture – it is an image for a moment of awe, respect, high awareness, humbleness and devotion that needs to go along with the lighting of this candle. Let us look at one aspect of this flame starting to burn. There was a turning point in evolution, when everything came to a conclusion. It was then gifted with the highest power of creation and out of that could enter into something completely new. The past could turn into future. It was when Jesus of Nazareth was baptised in the Jordan River, when the Son of God became flesh in the earthly body of Man. The dynamic of this baptism lies in every fourth step or centre of the sevenfoldedness. Lighting the middle candle can make us believe in what has been, realise what is needed now and trust in what wants to become out of this moment. Christine Voigts. Liebe Freunde!
Ein Ritual ist etwas grundsätzlich Verschiedenes von einem Sakrament. Mit einem Ritual pflegen wir auf eine ganz besondere Weise etwas, das wir nicht vergessen möchten. Etwas, dass wir immer wieder in unserem Herzen aufleben lassen möchten. Etwas, dass wir immer wieder und nach ganz bestimmten Gesichtspunkten aufleben lassen. Etwas, dass wir – je länger es uns begleitet hat nicht ohne Weiteres verändern, sondern pflegen wollen, weil es uns Kraft und Erfüllung gibt. Ein Sakrament ist immer ein Hereinrufen von gegenwärtigen geistigen Kräften. Mit einem Sakrament machen wir nicht Vergangenes unvergesslich, sondern wir laden bewusst denjenigen ein mit uns etwas zu vollbringen. Er, der immer an der Tür steht und wartet, dass wir sie ihm öffnen: CHRISTUS. Dann tritt er ein und handelt – ganz gegenwärtig, aber ganz unsichtbar für unsere leiblichen Augen. Wenn wir das Unsichtbare erkennen lernen wollen, müssen wir das Sichtbare sehr genau anschauen. WILLSST DU DAS UNSICHTBARE FASSEN, DRINGE, SO TIEF DU KANNST, EIN IN DAS SICHTBARE. (Max Beckmann) In der Menschenweihehandlung gibt es viel zu sehen, viel zu hören, was uns dieses Unsichtbare offenbaren will. So wollen wir heute die Worte sehr bewusst hören, mit denen wir dem Christus die Tür öffnen und durch die er eintritt in ein Anwesend Sein, in ein Handeln, in ein fortströmendes Verwandeln irdischer Materie. Es sind diese: KOMME ZU UNS GEIST DER RAUMESWEITEN UND DER ZEITENFERNEN UND HEILIGE UNSER OPFER MIT DEINEM HEILIGEN WESEN. Die Weihehandlung erinnert nicht, sie macht offenbar. Die Menschenweihehandlung ist ein Sakrament. Christine Voigts LICHTSTRAHL 222 EVG: Markus 8,29-9,1 TRINITATIS 27.7.25 DIES SEI HINTER MIR Liebe Freunde! Früher hatten Jugendliche ein Poesie Album. In dieses Poesie Album durften alle die etwas hineinschreiben und malen, die dem Eigentümer wichtig waren: beste und gute Freunde, neue Freunde, andere, mit denen man gerne eine Freundschaft beginnen würde. Jugendliche sind ja in einem Lebensalter, wo diese Freundschaften, die etwas aushalten können, sehr wichtig werden. Freunde, auf die man sich so verlassen kann wie auf die Menschen, mit denen man in Familien- oder Klassenzusammenhängen aufgewachsen ist. Aber da zieht sich ja dann mit dem Ende der Kindheit etwas langsam zurück. Dann geht der junge Mensch auf die Suche nach neuen, eigenen, echten Freunden – aus einem ganz tiefen innigen Empfinden heraus, dass der Mensch nicht dazu bestimmt ist, alles alleine zu schaffen. Es ist ein Erwachen zu der Weisheit: aus der Liebe zu den anderen und in der Liebe der anderen kann ich viel mehr schaffen, als wie wenn ich alleine bin. Und dann erlebt jeder, dass es leider unendlich viele Freundschaften gibt, die wie eine Eintagsfliege grosses Interesse bekunden, aber dann genau so schnell wieder fort sind wie sie gekommen sind. Das schmerzt und die Sehnsucht nach echter Freundschaft wird immer grösser. Das heutige Angebot virtueller Freundschaften ist dabei wie eine Karrikatur tief menschlicher Bedürfnisse. Sie treten heute an die Stelle der Poesie Alben. Manche Sprüche fand man in jedem Poesie Album, das waren die absoluten Favoriten. Einer dieser Sprüche lautete: FELSEN KÖNNEN BRECHEN, SCHIFFE UNTERGEH’N ABER DICH VERGESSEN, DAS WIRD NIE GESCHEH’N! Auf dem Felsen steht man auf festem Boden, den man ja in bestimmten Zeiten ganz besonders braucht. Und so benennt der Christus Jesus den Jünger Simon um, als er ihm begegnet und sagt: “Dein Name soll Petrus sein, das heisst: der Fels.” Und nun muss er vor Caesarea Phillipi erleben, dass dieser Fels anfängt zu zerbrechen und zu zerbröseln. Dass er sich getäuscht hat in diesem Freund, der doch ein Felsen sein sollte und wollte. Und besonders schmerzlich ist die Situation, weil Petrus ihm gerade gezeigt hat, dass er sehr wohl weiss, wer er ist: “Du bist der Christus, der von Gott Gesalbte, der Sohn des Lebendigen.” Und trotzdem bricht dieser Felsen unter seinen Füssen weg.
Wie schwer müssen die Momente in dem Leben des Christus Jesus gewesen sein, wo er immer wieder erleben musste, dass die Menschen, aber vor allem auch seine Freunde, nicht durchhalten können. Und am Ende, am Kreuz, war er dann von allen – bis auf den einen, und der war ein ganz neuer, noch garnicht lange vertrauter Freund – endgültig verlassen. Aber er gibt nicht auf, bis heute sucht er die Felsen, auf denen er bestehen kann, die Herzen, in denen er wohnen kann, die Taten, die ihm helfen immer weiter die Welt zu verwandeln. Er weiss, es geht in die Zukunft. Er weiss, dass keiner das aufhalten kann und er hat nicht mehr so viele Möglichkeiten auf alle zu warten. Die Worte: “DIES SEI JETZT HINTER MIR” sind hoch aktuell, wenn wir heute am Altar die Johanni Festeszeit verlassen und auf Michaeli zugehen. Sie sind hochaktuell, weil die Gegenkräfte in der Welt sich in loderndem Zorn wappnen und uns begegnen werden – wissend, dass sie nicht mehr viel Zeit haben……. Dann ist es doch ungeheuer wichtig, sich zu fragen: Wie kann ich Fels sein? Wie kann ich Wohnung sein? Wie kann ich tätig werden? Wie kann ich der Freund sein, den der Christus jetzt braucht. Das kann nur ich selber entscheiden und umsetzen. Wenn es mir nicht gelingt, wird er auch mich hinter sich lassen müssen. Christine Voigts |
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